Der renommierte Ethnologe, Rechtswissenschaftler und Buchautor Mag. Dr. Franz Jäger, PhD, beschäftigt sich mit der Katastrophenbewältigung der Menschen in den Ötztaler Alpen und in unserem Alpenraum – damals wie heute. In seinem Vortrag begab er sich mit den Teilnehmer*innen auf eine spannende Reise durch 400 Jahre Katastrophenbewältigung.
Das Leben in hochalpinen Lagen war und ist von Extremen geprägt. In der Zeit der Gletschervorstöße in den Ötztaler Alpen entwickelten die Menschen kulturelle Strategien, um auf die Folgen von Klimazyklen wie die „Kleine Eiszeit“ (1550–1850) zu reagieren. Dabei spielte die Volksfrömmigkeit und deren Praktiken eine besondere Rolle, da Katastrophen damals als Strafe Gottes aufgefasst wurden.
Wie haben die Bergbewohner*innen diese Zeiten bewältigt? Wie konnten sie immer wieder von vorne mit dem Wiederaufbau beginnen? Was gab ihnen Hoffnung und Kraft für die Zeit während und nach den Katastrophen? Mag. Dr. Jäger: "Es waren volksfromme Praktiken wie Bittgänge, Fürbitten und Gelöbnisse sowie der tiefe Glaube an eine bessere Zeit: an eine Zukunft!"
Text: Petra Brandl













